So ein Hundeleben

Beim Schreiben meiner letzten Blogbeiträge bin ich immer wieder auf das Thema „Umgang mit anderen Hunden“ gestoßen und habe dabei schnell festgestellt, dass es viel zu erzählen gibt und dass es dafür einen eigenen Beitrag geben soll. Also habe ich mich diesbezüglich zurückgehalten und möchte nun an dieser Stelle all das loswerden, was ich zu diesem Thema sagen kann. 🙂

Hunde sind bekanntlich Rudeltiere und verfügen damit über ein sehr komplexes Sozialverhalten. Dantes „Rudel“ sind natürlich wir, auch wenn ich lieber den Begriff „Familie“ verwende. Obwohl wir Dantes Leben so angenehm und sorgenfrei wie möglich gestalten, mit ihm spielen, kuscheln oder raufen können, können wir eines jedoch nicht – den Kontakt zu seinen Artgenossen ersetzen. Aber wir können dafür sorgen, dass es den gibt und dass er für alle Beteiligten so schön und entspannt wie möglich abläuft.

Früh übt sich

Noch bevor Dante bei uns einzog, haben wir ihn in einem Welpenkurs in der Hundeschule angemeldet, damit er so früh wie möglich Kontakt zu möglichst vielen verschiedenen Hunden seines Alters bekommt. Das war uns – unter anderem – im Rahmen einer gelungenen und möglichst umfassenden Sozialisierung sehr wichtig, denn alles was ein Hund in der sogenannten Prägephase, die etwa bis zur 16. Lebenswoche andauert, kennenlernt, gehört für ihn sozusagen zum Leben dazu und bereitet später in aller Regel keine Probleme. Natürlich erstreckt sich die Sozialisierung auf alle Lebensbereiche und nicht nur auf andere Hunde, aber um beim Thema zu bleiben, soll es an dieser Stelle nur um sie gehen.

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Hundekinder unter sich

Wir hatten uns für einen Welpenkurs entschieden, weil Dante in diesem Rahmen regelmäßig mit verschiedenen Artgenossen in Kontakt kommen konnte, aber auch lernen durfte, dass es sich lohnt, sich mit uns zu beschäftigen, auch wenn viele andere Hunde dabei sind, dass es eine Zeit für Spiel und eine andere Zeit für die Konzentration gibt und dass er sich auf uns verlassen kann und wir ihn beschützen, wenn es ihm doch einmal zu wild wird. Aus diesen Gründen sollte es keine reine Spielstunde sein, damit Dante andere Hunde nicht lediglich mit Spaß und Action verknüpft. In dem Welpenkurs, den wir besucht haben, wurde immer zuerst „gearbeitet“ und am Ende durften die Hunde nochmal rennen und spielen. Die Inhalte waren uns ehrlich gesagt nicht ganz so wichtig wie die Methoden, denn es musste eine Hundeschule sein, die mit positiver Verstärkung und absolut gewaltfrei arbeitet. Für die eigentliche Erziehung hatten wir unseren „Traumhundgenerator„, der uns wirklich mehr als gute Dienste geleistet hat.

Im Welpenkurs stellte sich schnell heraus, dass Dante ein sehr lieber und sozialer Kerl ist, aber auch dass er ein richtiger Wildfang ist, ziemlich schnell und wendig, dass er gerne rennt und dass nicht jeder andere Hund mit seiner gehörigen Portion Selbstbewusstsein etwas anfangen kann. Er selbst hatte mit keinem der anderen Hunde ein Problem, lediglich mit einem sehr draufgängerischen Rüden, der schon im Welpenalter alles und jeden besteigen wollte, gab es die eine oder andere Auseinandersetzung, denn Dante ließ und lässt sich bis heute nichts gefallen. Er fängt nie an und ist in aller Regel gut verträglich, aber wenn ihm einer „blöd kommt“, kann er auch anders. Ich bin sehr froh, dass wir diesen Kurs belegt haben, denn auch wir konnten so Dantes Körpersprache, seine Bedürfnisse und seinen Charakter einschätzen lernen, wovon wir im weiteren Verlauf sehr profitiert haben.

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Klein Dante lässt sich nicht so schnell einschüchtern

Auch außerhalb der Hundeschule waren uns Hundekontakte für Dante sehr wichtig, denn er sollte ja nicht nur andere Welpe, sondern auch möglichst verschiedene erwachsene Hunde kennenlernen. Damals hatten wir das große Glück, viele liebe Hunde und deren Menschen in unserer Nachbarschaft zu haben und noch dazu einen tollen Wald direkt vor der Tür. Wir sind oft mit anderen Hunden unterwegs gewesen, haben Dante mit allen spielen lassen, die lieb und vorsichtig waren und zum Glück bis heute keine einzige wirklich problematische Auseinandersetzung mit einem anderen Hund gehabt. Auch in meinem alten Stall hatte Dante viel Hundekontakt und durfte viel von ihnen lernen.

Und dann kam die Pubertät…

Als Dante dann mit etwa einem halben Jahr geschlechtsreif wurde, sah die Welt erstmal nicht mehr so rosig aus. Gefühlt von heute auf morgen fing er an Hunde, die uns unterwegs begegneten, bereits auf große Distanz massiv zu verbellen. Das war der Startschuss für seine Flegelphase, die etwa drei Monate lang anhielt und die alles andere als einfach war. Er hat eine Zeit lang alles und jeden verbellt, ist in die Leine gesprungen, hat gezogen und geknurrt… Es musste schnellstens eine Lösung her, damit aus dieser Phase keine echte Leinenaggression wurde, wenn Dante erst einmal gelernt hatte, dass sich dieses Verhalten lohnt und der „Angreifer“ sich auf sein Bellen hin verzieht.

Zuerst haben wir jeglichen Kontakt mit Hunden, die wir unterwegs getroffen haben, vermieden und tun das bis auf ganz wenige Ausnahmen auch heute noch. Ich bin froh, dass Dante als Welpe so viele andere Hunde kennengelernt hat, aber ich bin auch froh, dass wir uns dazu entschieden haben, das zu ändern. Dazu sei noch gesagt, dass hier von Begegnungen im Freilauf die Rede ist, niemals an der Leine. An der Leine gab und gibt es bei uns niemals Kontakt zu anderen Hunden, denn an der Leine ist nicht nur die Kommunikationsfähigkeit des Hundes eingeschränkt, sondern die Leine selbst kann auch gefährlich werden, wenn der Hund sich darin verheddert. Außerdem senkt das die Erwartungshaltung noch mehr und gibt Sicherheit: an der Leine kann nichts „passieren“. Die Pöbelei wurde dadurch auf jeden Fall besser, denn seine Erwartungshaltung (anderer Hund = womögliche Begegnung/ vielleicht Spiel?) nahm schon nach kurzer Zeit deutlich ab. Und auch heute weiß Dante, dass wir an anderen Hunden lediglich vorbeigehen, wenn wir sie sehen.

Den Durchbruch brachte allerdings ein Tipp von Dukes Mama Meggy, für den ich ihr ewig dankbar sein werde. Duke ist Dantes älterer Halbbruder und schreibt einen eigenen Blog, auf dem er von seinen Abenteuern berichtet, also unbedingt mal vorbeischauen! 🙂 Jedenfalls konnten wir Duke und Meggy live und in Farbe treffen als Dante knapp ein Jahr alt war und ich habe es bis heute nicht erlebt, dass Dante sofort und ohne Einschränkungen mit einem anderen Hund so sehr auf einer Wellenlänge war. Duke sprang aus dem Auto und die beiden zogen sofort Seite an Seite los, ohne beschnuppern, ohne Umschweife, ganz unkompliziert. Da er leider bisher der einzige Xolo ist, den wir je getroffen haben, bin ich sehr gespannt, ob es bei anderen Rassevertretern vielleicht ebenso abläuft.

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Dante und Duke waren sofort auf einer Wellenlänge © Helen Mary McIntyre

Meggy hat uns jedenfalls damals dazu geraten, Dante bei Begegnungen hinter dem Knie laufen zu lassen, sodass er nicht vorne geht und die Situation klären muss. Denn genau das war das Problem: Dante sah sich in der Verantwortung, den fremden Hund, anfangs auch den fremden Menschen, „abzuchecken“, zu entscheiden, ob er Freund oder Feind war und ggf. dafür zu sorgen, dass er auf Abstand blieb. Eigentlich vollkommen logisch, aber gar nicht so einfach bei einem super-selbstbewussten Hund wie Dante, der der Meinung war, das sei seine Aufgabe und sei sie noch so stressig. Wir mussten ihm also anfangs mit sehr kurzer Leine und körpersprachlicher Begrenzung zeigen, was wir von ihm wollten und dass es eben NICHT seine Aufgabe war, Begegnungen zu „klären“. Und siehe da, Dante wurde fast augenblicklich gelassener, wollte zwar immer noch in die Leine gehen, bellte aber immer weniger und verließ sich schließlich komplett auf uns.

Auch heute rufen wir Dante bei jeder Begegnung, egal welcher Art, zu uns und geben ihm das Signal „Bleib bei mir“. Im Prinzip ist es „bei Fuß“ laufen, allerdings ohne Blickkontakt zu uns. Da das Signal „Fuß“, allerdings durch eben diese Übung aus der Hundeschule bereits belegt war, haben wir uns etwas Neues ausgedacht. An der Leine pöbelt Dante inzwischen überhaupt nicht mehr, er geht entspannt und verlässlich neben uns an dem anderen Hund vorbei und weiß, dass er da nichts mehr zu befürchten hat. Es sei denn es ist ein Kandidat, den er aus irgendeinem Grund nicht riechen kann und/ oder dessen Gesicht wuschelig und zugewachsen ist – dann hat Dante schon noch das Bedürfnis, uns seine Antipathie mitzuteilen, aber das ist okay, denn mir ist auch nicht jeder Mensch sympathisch, dem ich begegne. Im Freilauf ist das allerdings noch nicht so einfach, da er in der Regel sofort bellend durchstartet, sobald uns ein anderer Hund entgegenkommt. Manchmal aus Freude, öfter aus Misstrauen. Da das natürlich absolut unangenehm ist und auch leicht gefährlich werden kann, leinen wir ihn sofort an, wenn wir einen anderen Hund sehen und tun das auch an uneinsichtigen Stellen, bzw. rufen ihn ins „Bleib bei mir“. Aber ich bin optimistisch, dass auch das immer besser werden wird, denn schließlich haben wir schon riesige Fortschritte erzielt. 🙂

Die Jungs

Unter Rüden gibt es wie gesagt den einen oder anderen, den Dante nicht riechen kann, aber wesentlich öfter ist es leider so, dass sie ihn nicht mögen. Dabei handelt es sich meistens um ebenfalls junge, unkastrierte Rüden, denen sein Auftreten nicht gefällt. Dante ist ein ziemlich selbstbewusster Hund, der sich nicht unterwirft, auch nicht bei stärkeren und größeren Hunden, deshalb gehen wir mit unbekannten Rüden immer erst einmal ein Stück spazieren, wann immer möglich an der Leine und mit etwas Abstand. Man merkt dann ziemlich schnell, ob die Chemie stimmt oder nicht und dann leinen wir die Hunde auch ab, um zu spielen oder zu rennen. Liegt Ärger in der Luft, lassen wir es eben, das ist dann auch in Ordnung und allemal besser als schlechte Erfahrungen oder gar Bisswunden zu kassieren.

Es gibt zwei Rüden im Freundes- und Bekanntenkreis, die an sich gut verträglich mit Dante sind und ihn auch mögen, aber für seinen Geschmack manchmal zu grob und wild werden. Wenn das der Fall ist sucht er meistens Schutz bei uns, wir leinen die Hunde dann an und nehmen ihn aus der Situation. Ein weiterer Rüde aus der Nachbarschaft war eigentlich ein Freund von Dante und wir hatten viele schöne Begegnungen mit Spieleinheiten bis sich das von heute auf morgen schlagartig änderte. Der andere ebenfalls junge Rüde hat bei einer Begegnung extrem aggressiv reagiert und wir mussten schnell auf Abstand gehen. Dieses Verhalten scheint sich leider gefestigt zu haben, denn seitdem läuft jede Begegnung mit ihm so ab und er fängt bereits aus großer Entfernung an zu bellen, knurren und zu keifen. Dante war davon anfangs sichtlich irritiert, hat dann eine Zeit lang dieses Verhalten in abgeschwächter Form gespiegelt, weil er sich, wie bereits beschrieben, nichts gefallen lässt und inzwischen können wir auch an diesem Hund wieder halbwegs entspannt vorbeigehen, wenn der Abstand groß genug ist.

Die Mädels

Wie gesagt ist Dante grundsätzlich mit den meisten anderen Hunden sehr gut verträglich und gerade Hündinnen mag er immer. Sie sind allerdings manchmal nicht sonderlich angetan von ihm, da er sehr beharrlich ist in seinen Avancen und unaufhörlich „baggert“, wenn er sexuelles Interesse an der Hündin hat und sie nicht klar genug „Nein“ sagen kann. Bisher hatten wir tatsächlich nur mit wenigen Hündinnen zu tun, die das können, aber in diesen Fällen versteht Dante die Ansage dann auch. Da er zwar beharrlich und bestimmt auch etwas nervig ist, aber niemals grob oder ungehobelt, kenne ich auch keine Hündin, die ihn nicht mag. 😉 Er hat eine beste Freundin, eine kastrierte Hündin, die er bereits aus seiner Welpenzeit kennt und an der er keinerlei sexuelles Interesse hat – alle anderen können potentiell auch seine Freundinnen werden, aber dafür muss er sie längerfristig kennenlernen, um nicht nur „das Eine“ im Kopf zu haben.

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Eine unschuldige Romanze im Heu ❤

Handelt es sich allerdings um eine läufige Hündin, sieht die Sache jedoch grundlegend anders aus. Dante ist dann leider, wie viele andere Rüden auch, völlig von der Rolle und wir müssen den „Schaden“ durch gutes Management in Grenzen halten. Begegnungen sind dann vollkommen ausgeschlossen und der größtmögliche Abstand wird unter allen Umständen eingehalten! Es fängt damit an, dass Dante an den Markierungen von läufigen Hündinnen leckt, wenn er draußen auf eine stößt. Dann fängt er unverzüglich an stark zu speicheln, die Pupillen werden riesig, er macht seltsame Grunzlaute und die Konzentration ist völlig dahin. Wenn wir dann nicht sofort und richtig reagieren, jammert er zuhause unablässig, will zur Tür, verweigert sein Futter, kommt nicht zur Ruhe, starrt aus dem Fenster. Ganz so schlimm war es glücklicherweise nur beim ersten Mal als eine Nachbarshündin läufig war und wir noch nicht wussten, wie wir uns besser verhalten konnten: Dante unbedingt daran hindern, an diesen Stellen zu lecken oder ggf. sofort unterbrechen, an sehr kurzer Leine nehmen und am weiteren Schnüffeln hindern bis der „Rausch“ vorbei ist, Begegnungen meiden, andere Strecken wählen, notfalls zuhause die Vorhänge zuziehen, damit er nicht aus dem Fenster starren kann. Und dann mit viel Geduld und starken Nerven wappnen, mehr lässt sich da nicht machen.

„Warum lasst ihr den denn nicht kastrieren?“

Nach allem, was ich bisher beschrieben habe, hören wir des Öfteren genau diese Frage. Und die Antwort lautet ganz einfach: weil es dazu keinen Grund gibt. 😉 Es gibt bei Dante keine medizinische Indikation für eine Kastration und was sein Verhalten betrifft würde sie wahrscheinlich eher schaden als nützen. Das Sexualverhalten gehört zum Hund dazu und solange sich die Zeit, in der Dante unter läufigen Hündinnen leidet, auf wenige Wochen im Jahr reduziert und sowohl für ihn als auch für uns „zumutbar“ bleibt, bin ich überzeugt davon, dass wir einem eher stressanfälligen und unruhigem Hund wie ihm einen wesentlich größeren Gefallen damit tun, seinen Hormonhaushalt unverändert zu lassen und ihm stattdessen zeigen, wie er mit erhöhtem Stress besser umgehen kann und ihn in Ruhe erwachsen werden zu lassen. Da das ein Thema ist, das die Geister scheidet, möchte ich an dieser Stelle auf das Buch „Kastration und Verhalten beim Hund“ verweisen, das ich jedem sehr ans Herz legen möchte, der sich näher mit diesem Thema auseinandersetzen will. Es lohnt sich und bewahrt hoffentlich den ein oder anderen Hund vor vorschnellen Entscheidungen. Eine Kastration ist oft hilfreich und notwendig und in diesen Fällen bin ich absolut dafür. Aber ich bin auch dafür, diese Entscheidung nicht leichtfertig und auf der Meinung anderer basierend zu treffen.

Gleich und gleich…

Weiter oben habe ich ja bereits von dem schönen Spaziergang mit Dantes Halbbruder Duke berichtet und ich bin überzeugt davon, dass es zu einem Großteil daran liegt, dass die beiden Xolos sind. Hund ist eben nicht gleich Hund, es gibt da bisweilen schon ziemlich große Unterschiede in der Spielweise, dem Temperament, den „Aufgaben“ etc. Wir haben beispielsweise die Erfahrung gemacht, dass so genannte Arbeitshunde wie Border Collies oder Shelties, von denen wir beim Agility regelmäßig einige treffen, nicht allzu viel mit Dante anfangen können. Es ist nicht so, dass sie ihn nicht mögen, aber ihre Vorstellungen von Spiel und Spaß sind einfach grundverschieden und so findet sich meist keine gemeinsame Sprache. Ganz anders sieht es jedoch bei den Windhunden aus, mit denen Dante sich super versteht.

Wir haben letzten Herbst eine Frau mit drei Sloughi-Damen kennengelernt und seitdem das ein oder andere „Date“ mit den Ladies gehabt. 😉 ❤ Dante ist danach immer völlig platt, weil sie natürlich rennen wie die Wilden und – man glaubt es kaum – er auf kurzen Distanzen sogar mit ihnen mithalten kann! Es ist Wahnsinn, wie schnell er rennen kann und wie sehr sich der Spielstil der Hunde ähnelt. Dazu muss ich allerdings sagen, dass Dante seinen Stil seinem Gegenüber durchaus anpasst, je nachdem ob mehr gerannt, gerauft oder auf dem Boden herumgerollt wird. Insgesamt ist dabei die Größe des anderen Hundes nicht so wichtig wie ich anfangs gedacht hätte – auch kleine Hunde können schnell rennen und die Hosen anhaben, wie man wunderbar an Dantes nacktem besten Freund Dobby sieht.

Der Beste: Dobby

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Nackis im Doppelpack: Dante und Dobby 🙂 © Svenja Stein

Die inzwischen unangefochtene Nummer Eins unter Dantes Hundefreunden dürfte der American Hairless Terrier Dobby sein, dessen wundervolle Mama ich online kennengelernt habe und die glücklicherweise ganz in unserer Nähe wohnt. Dobby ist ebenfalls ein Nackthund und sieht aus, als könne er Dantes Klon sein – wenn wir mit den beiden zusammen unterwegs sind, können die Leute meistens nicht fassen, was sie da sehen. Dabei halten sie Dobby oft für Dantes Welpen, was wirklich zum Schießen ist. 😀 Er ist sogar zwei Monate älter als Dante und hat bei den beiden eindeutig die Hosen an. Als wir ihn vor etwa einem Jahr kennengelernt haben, war Dobby durch Dantes Größe und stürmische Art noch etwas verunsichert und hat ihm öfter Mal die Zähne gezeigt, aber inzwischen haben die beiden schon viele gemeinsame Abenteuer erlebt, weil wir uns regelmäßig treffen, und es ist eine superschöne (Hunde-)Freundschaft entstanden. Da sie beide nackt sind, lieben sie es, in der Sonne zu liegen, zusammen zu schnüffeln und sich gegenseitig das Spielzeug zu klauen. Charakterlich sind sie sich im Prinzip gar nicht ähnlich, aber die Chemie stimmt und sie verstehen sich gut.

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Mit Dobby kann man prima Sonnenbaden

Die Beste: Sunny

Dantes oben bereits erwähnte beste Freundin aus Kindertagen ist Sunny – eine rundum freundliche, unkomplizierte und liebe Hündin. Sie war von Anfang an sehr geduldig und nachsichtig mit dem kleinen, frechen Dante, der inzwischen ein ganzes Stück größer ist als sie. Er orientiert sich sehr an ihr und lässt sich von ihr „erden“. Sie war inzwischen schon öfter unser Übernachtungsgast und fügt sich jedes Mal so problemlos in unseren Alltag ein als wäre sie schon immer da gewesen. Das hat Dante sehr dabei geholfen zu lernen, dass man auch in der Gegenwart eines anderen Hundes schlafen und entspannen kann und dass es auch schön ist, einfach nur nebeneinander herzulaufen und weder spielen, noch zwischen den Beinen schnuppern zu wollen.

Qualität vor Quantität

Als Dante noch ein Welpe war, war es uns wie gesagt sehr wichtig, dass er eine möglichst gute und umfassende Sozialisierung mit anderen Hunden erleben darf – heute soll er vor allem guten und schönen Hundekontakt haben, der ihn glücklich macht und entspannt. Wir sorgen dafür, dass er im Schnitt ein- bis zweimal pro Woche mit anderen Hunden spielt und rennt und das sind dann in der Regel seine Freunde und Begegnungen, die ihm Spaß machen. Insgesamt würde ich zu diesem engeren Kreis nicht mehr als zehn Hunde zählen, aber mehr braucht es auch wirklich nicht. Natürlich kommen auch immer mal wieder neue Hunde dazu, mit anderen verläuft sich der Kontakt oder es bleibt bei einmaligen Treffen, aber ich persönlich bin der Meinung, dass ein Hund nicht automatisch jeden anderen Hund kennenlernen und mögen und mit ihm spielen muss. Lieber ein paar ausgewählte Freundschaften pflegen, aber generell offen für Neues sein, so geht es Mensch und Hund am besten. 🙂

2 Kommentare zu „So ein Hundeleben

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  1. Ein wundervoller Beitrag, und ein wundervoller Hund mit einer eigenen Persönlickeit ist Dante geworden, ich freue mich auf unser nächstes Treffen ❤ Im Sommer? Liebe Grüße, Meggy

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    1. Ja, es ist eine wahre Freude, ihn beim Erwachsenwerden zu begleiten und zu sehen, zu was für einem tollen Hund er heranreift! Bei unserem Treffen fand ich es übrigens total spannend, dass Dante bei Duke eindeutig der Kleinere, Unerfahrenere, Unruhigere war, während er eine Woche später bei unserem Treffen mit seinem jüngeren Namensvetter total erwachsen, cool und gelassen rüberkam. Daran hat man sehr gut gemerkt: er ist schon erwachsen, aber immer noch ein Jungspund! 😄

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