Wie alles begann

Darf ich vorstellen? Unsere anderen Familienmitglieder

Manchmal werden Theo und ich gefragt, wie es überhaupt dazu kam, dass ein Hund in unser Leben einzog. Gute Frage, denn abzusehen war das bis vor etwa einem Jahr nicht. Und doch hat sich alles schon viel früher angebahnt, genau genommen sogar schon drei Jahre früher. Also, macht euch einen schönen, warmen Kaffee oder Tee und hört euch unsere Geschichte an. 🙂

2014 – Vergil

An einem ruhigen Abend im April 2014 machten Theo und ich einen Spaziergang auf eines der nahe gelegenen Felder, um uns dort von einer Bank aus den Sonnenuntergang anzuschauen. Auf dem obigen Bild sieht man zwar einen anderen Sonnenuntergang, aber es ist an der exakt gleichen Stelle entstanden.

Wir unterhielten uns, genossen die Ruhe und den wundervollen Anblick und bemerkten schließlich eine Feldmaus, die direkt vor unseren Füßen durch das Gras huschte. Plötzlich war da noch eine und noch eine… Und unsere Aufmerksamkeit war schließlich nicht mehr bei der untergehenden Sonne, sondern bei den fleißigen Mäuschen. 😉

Das erinnerte mich daran, dass ich als Kind einen Zwerghamster besessen hatte und ich erzählte Theo von dem wohl unkompliziertesten und kleinsten Haustier der Welt. Wir lebten damals in einer 30qm-Studentenwohnung und hatten bis dahin gar nicht an Haustiere gedacht, weil uns der Platz, die Zeit und das Geld dafür fehlten. Doch schon am nächsten Tag – nach langer Unterhaltung, Recherche und Sammeln von Vorwissen – holten wir Vergil, unseren ersten gemeinsamen Dsungarischen Zwerghamster, aus dem Zoohandel zu uns. Und unsere kleine Familie begann zu wachsen.

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Vergil, der Zauberhamster

Vergil, der in der Videospiel-Reihe „Devil May Cry“ Dantes Bruder und in der „Divina Commdia“ der Führer Dantes in der Unterwelt ist, bekam seinen Namen deshalb, weil „Dante“ bereits damals für unseren potentiellen Hund reserviert war. Er war unser Zauberhamster, denn er sah nicht nur aus als sei er frisch aus einem Märchen geschlüpft, sondern hatte auch noch ein unheimlich offenes, zugewandtes und lustiges Wesen. Er liebte es durch unsere Wohnung zu flitzen und wuselte sich durch jeden Parcours, den wir ihm aufbauten. Nicht ein einziges Mal hat er gequietscht oder sonstige Abwehrreaktionen gezeigt, wenn ihn jemand halten wollte – nicht einmal beim Tierarzt. Wir hätten uns wirklich keinen besseren Mitbewohner wünschen können und hätten ihn gerne noch viel länger behalten.

2015 – Donar

Gut ein Jahr später kam zum kleinsten möglichen Haustier das Größtmögliche dazu: mein Pferd Donar. Er wurde in Marburg auf der Reitanlage Rohan geboren, wo er zusammen mit seinen drei Halbbrüdern, seinen Eltern, seiner Oma und knapp dreißig weiteren Pferden und Ponys in allerbester Haltung auch heute noch in der Herde lebt. Und wenn irgend möglich, soll er dort für immer bleiben dürfen.

Ich war damals online auf der Suche nach einem Pferd, aber nicht wirklich ernsthaft, und was ich genau suchte, war mir ebenfalls nicht klar. Groß, braun und sportlich sollte es am besten sein. 😉 Ich wusste nur, dass nach über zwanzig Pferdejahren der Wunsch nach einem eigenen Pferd in mir immer stärker wurde. Ich unterhielt mich beiläufig mit einer Freundin darüber, die mir dann sagte, dass sie gerade auch auf der Suche, aber gefühlsmäßig schon fündig geworden sei – in Rasmus, Donars Halbbruder, der heute ihr gehört.

Ohne bestimmte Absichten ging ich mit ihr auf die Weide zu den drei damals frisch kastrierten jungen Wallachen Donar (damals noch „Kleiner Donner“), Rasmus und Yakari – und beschloss noch auf der Weide, dass Donar mein Pferd werden sollte. Er hatte als mittelgroßer Schecke so gar nichts von meinem „Traumpferd“ und ist es doch mit jedem Wesenszug und jeder Faser seines Körpers.

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Erstkontakt mit Donar

Die drei liefen freudig auf uns zu und Donar, mit dem ich bis dahin bis auf ein paar Blicke über den Zaun noch keinen Kontakt gehabt hatte, kam direkt zu mir. Als hätte ich ihn gerufen. Wir „klickten“, wie man so schön sagt, und nur wenig später gehörte er mir. Ich kannte ihn schon seit etwa zwei Jahren und hatte schon mehrfach gedacht: „Wenn ich einen der drei kaufen würde, wäre es Donar.“

Ich hatte den Gedanken nie weiter verfolgt, aber zum Glück kam es dann anders, denn er ist das tollste, schönste, stärkste und sympathischste Pferd, dem ich je begegnen durfte. ❤

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Ein etwas anderes Probereiten 😉

2016 – Fenris

Ihr habt Vergil bereits kennengelernt, aber leider ist Dsungarischen Zwerghamstern mit etwa drei Jahren Lebenserwartung nicht viel Zeit auf dieser Erde vergönnt. 2016 ist Vergil mit nur zwei Jahren viel zu früh an einem Tumor gestorben. Doch dann kam Fenris in unser Leben.

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Fenris in typischer Pose

Er gehört derselben Art an, könnte aber charakterlich nicht weniger mit Vergil gemein haben. 😉 Und da sage nochmal einer, „die sind alle gleich“, was für ein Quatsch… Fenris sollte eigentlich „Phoenix“ heißen, weil er ja unser quasi wiedergeborener Hamster ist, aber der Name wollte nun überhaupt nicht zu ihm passen. Deshalb entschieden wir uns für „Fenris“, nach dem etwas eigenbrötlerischen Elf in meinem Lieblingsspiel „Dragon Age“.

Entweder hatte er in seinen ersten Lebenswochen nicht das Glück, Vertrauen zu Menschen fassen zu können, oder es ist eben einfach nicht seine Art, ich weiß es nicht. Aber Fakt ist, dass er am liebsten in Ruhe gelassen wird und gut ein Jahr gebraucht hat, um wirklich anzukommen. Aber jetzt ist er ein glücklicher Hamster, der uns mit der Zeit und auf seine Weise sehr viel Zuneigung entgegengebracht hat. Ebenso wie wir ihm. Sein Nagarium steht auf unserem Küchentisch und wann immer wir etwas kochen, das hamstertaugliche Zutaten enthält, riecht er das förmlich, wartet bis man ihm ein Stückchen Möhre oder Ähnliches abgibt, und unterhält uns anschließend während unserer Mahlzeit mit seinen Kunststückchen. 🙂

2017 – Dante

Und nun habt ihr eine Antwort auf die Frage, wie wir eigentlich zu einem Hund gekommen sind: über zwei kleine, süße Hamster und ein großes, starkes Pferd. ❤

Und wie wir nun auf ebenso wundersame Weise speziell zu Dante, dem Xoloitzcuintle, gekommen sind, erzähle ich euch in dem Beitrag „Jackpot!“.

 

7 Kommentare zu „Wie alles begann

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  1. Es ist schön sich nochmal den Werdegang unserer kleinen Familie anzuschauen – freue mich schon auf den nächsten Beitrag zu Dante und alle weiteren die da noch folgen mögen.

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